Yala Nationalpark und der Leopard

Elefant im Yala Nationalpark

Elefant im Yala Nationalpark

Die Diskussionen zogen sich schon seit Tagen und die Entscheidung fiel allen schwer. Wenn man über hören und sagen herausfinden möchte, welcher Nationalpark für den persönlichen Geschmack geeignet ist, so finde ich ist es aussichtslos. So traf ich mehrere Gruppen, aber jede hatte immer nur einen der vielen Nationalparks besucht und jeder fand seinen am Besten und Schönsten!
Wirklich? Ja. Also die Entscheidung war wirklich alles andere als einfach. Ich habe dann einfach das Los an meine Reisebekanntschaften abgedrückt und mich zurückgelehnt. Naja fast, packen und am nächsten Tag an der Bushaltestelle sein musste ich schon. Also bestieg ich am nächsten Morgen den Direktbus von Ella nach Mirissa. Ein Kuriosum schlechthin. Dieser mystische Bus, oder soll ich sagen Busse, fuhr vier Mal morgens ab. Oder gab es nur den einen? Ich bin der Meinung es gibt nur einen, der aber jeden Tag so unregelmäßig zwischen x und y Uhr kommt, das die Einheimischen immer unterschiedliche Uhrzeiten und Orte sagten, wo und wann man ihn erwischen konnte. Ich habe einfach die frühste Zeit genommen und mich dort hingestellt, wo ich den Bus am besten sehen konnte und am meisten andere Touris standen. Und wirklich er kam, hielt und hatte einen Sitzplatz für mich und meine Begleiter. Jetzt noch kurz den Geldgeilen Busschaffner in die Schranken weisen und nicht 400 sondern 200 Rupien zahlen (klingt doof, aber abzocken lasse ich mich nur ungern und die Preise konnte ich nach zwei Wochen schon recht gut einschätzen) und schon ging es los. Ziel: Yala Nationalpark

Da der Bus nicht direkt über Tissa(-maharama) fuhr, stiegen wir an der Pannegamuwa Junction aus, wo wir auch schon erwartet wurden. Interessanter Weise kannte ein Tuktuk-Fahrer den Namen einer meiner drei Begleiter. Das Hostel, das sie am Vortag angerufen hatte und unverbindlich gefragt hatte, war so schlau einfach mal auf gut Glück einen Fahrer zu schicken und uns einzusammeln. Hat auch gut geklappt. Nach kurzem Hin und Her entschieden wir uns dort zu bleiben. Ich teilte mir nun mit einem Schweizer das Zimmer (was wir sogar günstiger bekamen, weil wir versprachen die Klimaanlage nicht anzumachen). Wir überlegten nun wieder kräftig, was besser sei: einen Nachmittag chillen und am nächsten Morgen den Nationalpark zu besuchen oder gleich die Nachmittagstour zu nehmen, den engen Zeitplan jedes einzelnen zu entlasten und gleich am Nachmittag in den Park zu fahren. Die Entscheidung viel auf Nachmittags. Vorteil: Im Park ist weniger los. Damit meine ich nicht nichts! Aber halt weniger.

Im Park angekommen, ging auch gleich die Suche nach dem Leoparden los. Aufgeregt im Heck des Wagens sitzend, verfolgten wir die zielstrebigen Blicke unseres Fahrers und die kurzen Anrufe bei seinen Freunden in anderen Autos. Es dauerte nur fast eine Stunde und schon standen wir in Position um einen Leoparden erahnen zu können. Sein Vorteil: die gute Tarnung und der wunderbar schattige Ort auf und in einem Felsen. Mit dem Fernglas konnten wir ihn aber gut sehen.
Danach begann die Bilderjagd auf Elefanten. Auch hier konnten wir unsere Speicherkarten und Erinnerungen mit vielen Bilder füllen. Auf dem Weg begegneten wir Krokodilen, Vögeln, Wasserbüffeln und Pfauen. Aber wirklich beeindruckend waren die Elefanten. Sie ließen sich nicht beirren und zogen an uns vorbei.
Wir blieben den ganzen Nachmittag bis zum Sonnenuntergang im Park. Am Ende der Tour fuhren wir direkt an den Ozean und der Tsunami-Gedenkstätte. Am Strand endete ein langer Tag und unsere unvergessliche Safari.

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