Mit Geocaching die Welt entdecken

Das Leben ist ein großes Spiel und für mich heißt Leben reisen. Was gibt es da nichts schöneres als beides miteinander zu verbinden. Als Kind war ich schon immer ein Fan von Schnitzeljagd: das Geheimnisvolle erleben, etwas suchen, einem Plan folgen und Rätsel lösen; zusammen mit anderen den richtigen Weg finden und am Ende belohnt werden.
Als ich noch klein war, war der Kompass ein wichtiger Begleiter bei Schnitzeljagden. Und früh habe ich mir ein GPS-Gerät gekauft und Wegpunkte markiert, um die Orte, die mir gefallen, wieder zu finden. Ich habe meine Welt erkundet und digitale Spuren in Form von Koordinaten hinterlassen. Mit steigender Verbreitung der GPS-Geräte wurde die Schnitzeljagd mit GPS verbunden und „Geocaching“ war geboren.

Geocache

Geocache

Die dazugehörigen Spezies „Geocacher“ entwickelten bald darauf verschiedenste Werkzeuge und Webseiten, um Koordinaten von besonderen Orten zu teilen und belohnten die Finder der „Geocaches“ mit kleinen bis großen Dosen, die mit Tauschgegenständen, Reisebegleitern und einem Logbuch gefüllt waren. Viele Schätze oder auch „Caches“ genannt, enthalten in ihren Beschreibungen interessante Fakten zu der Umgebung; von Bauwerken über Naturbesonderheiten zu Mensch und Geschichte.

Für wen und was eignet sich Geocaching?

Geocaches sind ein wunderbares Medium, Menschen zusammen zu bringen und die Welt zu erkunden. Von klein bis groß kann jeder mitmachen und sich an den vielen Caches erfreuen. Ob man lieber alleine einen Sonntagsspaziergang macht und seine Umgebung kennenlernt oder zusammen mit Freunden und Familie in einer anderen Stadt auf Entdeckungstour geht, um diese von ihrer anderen Seite zu wahrzunehmen. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt.
So gehe ich an manchen Tagen einfach nur an die frische Luft, wähle mir eine neue Ecke in der Nähe aus und suche gezielt. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, was ich im Alltag so alles übersehe: Denkmäler, Hinterhöfe und Aussichtspunkte sind nur einige der versteckten Ziele.
Auf Städte- und Länderreisen lasse ich mir diesen Umstand auch zu gute kommen und genieße die ungewöhnlichen Orte, zu denen mich Caches führen. Dies funktioniert nicht nur in Deutschland, sondern auch sehr gut weltweit. Es sind Millionen von Caches versteckt und warten nur darauf, gefunden zu werden.

Was braucht man dazu?

Die Vorrausetzungen für Geocaching sind minimal und der Einstieg sehr einfach. Selbst Investionen halten sich in Grenzen. Grundsätzlich braucht man nur eine Cache-Beschreibung, ein GPS-Gerät und einen Stift. Das GPS-Gerät kann aber auch ein Smartphone mit GPS sein. Ich persönlich habe meist noch einen Zusatzakku für das Handy und eine Pinzette mit dabei. Wenn das Handy keine Taschenlampe besitzt, würde ich noch eine kleine Taschenlampe einstecken. Eine gute Aufstellung von weiterer optionaler Ausrüstung findet man auf CacheWiki – Ausrüstung.

Geocaching Tools

Geocaching Tools

Die Cache-Beschreibungen erhält man auf einer der Geocaching-Webseiten, wie zum Beispiel auf der bekanntesten www.geocaching.com. Wer seine Funde nicht nur im Logbuch des Caches eintragen möchte, der sollte auf einer der Seiten auch ein Konto erstellen. Dort lassen sich die Funde kostenlos loggen und man erhält eine schöne Übersicht.

Was muss man beachten?

Obwohl Geocaching sich immer weiter verbreitet, ist es wichtig, dass man die Caches unauffällig findet, hebt und wieder an die gleiche Stelle zurück legt. Es kommt immer wieder vor, dass ein Cache verschwindet, weil der Nachbar oder Spaziergänger hinter einem aufräumt. Um den Spielspass aufrecht zu erhalten, hilft man anderen Geocachern nur auf explizite Nachfrage. Auch sollte, wie bei allen Sachen, der Verstand nicht ausgeschaltet werden. Bahngleise sind genauso tabu, wie gefährliche Kletterpartien ohne entsprechende Ausrüstung.

Welche Cache-Typen gibt es?

Wie es immer so ist, gibt es auch beim Geocaching verschiende Möglichkeiten. Ich stelle kurz die vier wichtigsten Cache-Typen vor:

  1. Traditional Cache: der Klassiker unter den Caches. Die Koordinaten führen direkt zum Versteck. Man muss nur noch suchen.
  2. Mystery Cache: die Kniffligen der Caches. Die Koordinaten sind irreführend. Die richtigen Koordinaten lassen sich nur durch Lösen der Aufgabe in der Beschreibung herausfinden.
  3. Multi Cache: der Weg zum Ziel. Der Cache liegt am Ende einer Runde, die sich durch verbinden von Aufgaben aus der Beschreibung und Fakten vor Ort ergeben.
  4. Earth Cache: der Imaginäre. Es gibt kein Logbuch bei den Koordinaten. Dafür aber eine Menge über die Erde zu erfahren und nach ein paar Antworten an den Besitzer darf man online den Fund eintragen.
Geocaches in Wien (Bild: geocaching.com)

Geocaches in Wien (Bild: geocaching.com)

Wie entdeckt man die Welt?

Geocache Beschreibung (Bild: geocaching.com)

Geocache Beschreibung (Bild: geocaching.com)

Hat man die Ausrüstung zusammen und sich die Region zum Cachen herausgesucht, so kommt der interessante Teil: die Caches. Man sucht sich über die Webseite oder das Smartphone die Caches in der Region raus und darf direkt loslegen. Die Beschreibungen tauchen meist sehr detailliert in die Geschichte der Orte ein und sind gerne detaillierter und liebevoller recherchiert, als es ein Reiseführer ist. Sie machen für mich den Charme einer Entdeckungsreise aus.

Manchmal mache ich es sogar umgekehrt. Ich bin unvorbereitet was Geocaching angeht, komme an einen Ort und mein Interesse steigt. Da schaue ich oft nach, ob nicht noch ein kleiner Cache in der Nähe liegt, der mir noch mehr über den Ort verrät. So geschehen zum Beispiel auf meiner Stadttour in Düsseldorf vor einigen Jahren. Ich kam unvorbereitet in der Stadt an und habe mir anhand der vorhandenen Geocaches eine ganze Stadttour geplant und Düsseldorf kennengelernt. Wohlgemerkt: Nicht alles; dazu gibt es einfach zu viele Caches, aber die wichtigsten Orte waren dabei.

Wo gibt es die coolsten Caches?

Meine persönlichen Lieblingscaches habe ich hier nochmal zusammengestellt. Die Weltreise kann beginnen!

    Wo gibt es mehr Informationen?

    CacheWiki hat nochmal schön alle Informationen zum Geocaching zusammengefasst und erklärt einfach die ersten Schritte.

    Würdest du Geocaching ausprobieren oder was war dein schönster Cache?

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